Bis jetzt gibt es fachübergreifend keine einheitlichen Zitierregeln. In der Regel hat jede Wissenschaftsdisziplin, manchmal auch jede Fachgesellschaft, ihre eigenen Richtlinien. Die hier beschriebenen, wichtigsten Zitierregeln (es gibt immer noch viele Sonderfälle) sind die der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Sie gleichen in den genannten Fällen den der American Psychological Association.
Das sind Hinweise für die Leser, wo sie zusätzliche
Informationen,
weitere Darstellungen usw. zu einem Thema oder einem Gedanken finden
können,
also keine Zitate im engeren Sinne
Angegeben werden: AutorInnennachname
(in
alphabetischer Reihenfolge) und Jahreszahl der Arbeit, auf die
verwiesen wird
Beispiel 1: Mit dem Thema Selbstkonzept und Geschlechtsrollenorientierung hat sich u.a. Bem (1973, 1982), Schründer-Lenzen (1994) und Hannover und Bettge (1993) beschäftigt.
Beispiel 2: Zur
Selbstkonzeptforschung und Geschlechtsrollen gibt es eine Reihe von
Darstellungen (vgl. dazu u.a. Bem, 1973, 1982; Schründer-Lenzen,
1994; Hannover
& Bettge, 1993).
Sinngemäße Zitate sind nicht wörtlich, sondern nur inhaltlich
sinngemäß
übernommen worden
Am Ende eines sinngemäßen Zitats erscheinen in Klammer der
AutorInnennachname und das Erscheinungsjahr der zitierten Arbeit
Wird aus mehreren Arbeiten zitiert, werden alle AutorInnen in
alphabetischer Reihenfolge aufgeführt, jeweils mit entsprechender
Jahreszahl
der Arbeit
Beispiel: Hannover (1997) unterscheidet im Model des dynamischen Selbst zwischen Korrektur- und Editingprozessen.
Zitate, die wortgetreu (wörtlich) aus einer anderen Arbeit
übernommen
werden
Gekennzeichnet werden sie durch Anführungszeichen und am Ende
des Zitats
müssen AutorInnennachname, Erscheinungsjahr der Arbeit und die
Seitenzahl des
Zitats stehen!
Werden aus der Originalarbeit einzelne Wörter oder Satzteile
weggelassen, dann muss das durch drei Auslassungspunkte (...)
gekennzeichnet
werden. Auslassungen dürfen nicht sinnentstellend sein.
Beispiel: „Die Korrelation zwischen IQ und schulischer Leistung bedeutet nicht notwendigerweise, dass das IQ-Niveau bestimmend ist für das Leistungsniveau“ (Gage & Berliner, 1996, S. 59).
Wenn man in einer Arbeit einen Gedanken eines anderen Autoren findet, den man zitieren will, z.B. man liest einen Aufsatz von Schnotz und finde darin eine gute Darstellung eines Gedanken von Mayer, dann zitiert man wie folgend:
Zitiert wird aus der Arbeit, die man vorliegen hat, also nicht
aus
der Originalarbeit.
Die Originalarbeit wird zwar angegeben, aber dahinter vermerkt
man aus
welcher Quelle das Zitat stammt.
Beispiel: .....
(Mayer, 1982,
zitiert nach Schnotz, 1999).
Wichtig! Die Originalarbeit erscheint nicht als Angabe
im
Literaturverzeichnis, sondern nur die Quelle, aus der
tatsächlich
zitiert wurde (hier nur Schnotz, 1999)
Das Literaturverzeichnis kommt ans Ende der Arbeit
Es enthält alle in der Arbeit zitierten Quellen in
alphabetischer
Reihenfolge der AutorInnennachnamen
Werden von einem/r Autor/in mehrere Arbeiten zitiert, dann
werden diese
nach dem Erscheinungsjahr geordnet, die älteste Veröffentlichung zuerst.
Bestimmte Angaben werden durch Kursivschrift
oder unterstreichen
hervorgehoben
Bei Arbeiten, die im Druck sind bzw. zur Veröffentlichung
angenommen
sind, schreibt man statt des Erscheinungsjahres „im Druck“ bzw.
„erscheint
in“
Allgemein: AutorIn, A. (Jahr). Titel des Buches. Ort: Verlag.
Beispiel: Gage, N. L.
&
Berliner, D. C. (1996). Pädagogische Psychologie. Weinheim:
Beltz.
Allgemein: AutorIn, A. (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Jahrgangsnummer(Heftnummer), Seitenzahlen von – bis.
Wobei Heftnummer optional ist
Beispiel: Hasebrook, J.
P.
(1995). Lernen mit Multimedia. Zeitschrift für Pädagogische
Psychologie, 9(2),
95-103.
Allgemein: AutorIn, A. (Jahr). Titel des Kapitels. In A. Herausgeber & B. Herausgeber (Hrsg.), Titel des Buches (S. XXX-XXX). Ort: Verlag.
Beispiel: Schnotz, W.
(1997).
Wissenserwerb mit Diagrammen und Texten. In L. J. Issing & P. I.
Klimsa
(Hrsg.), Informationen und Lernen mit Multimedia (S. 85-105).
Weinheim:
Beltz.
Allgemein: AutorIn, A. (Jahr). Titel der Arbeit. Unveröffentlichtes Manuskript, Universität: Ort.
Beispiel: Kühnen, U.
(1995). Zum
Selbstkonzept von Ost- und Westdeutschen: Die Zugänglichkeit
individualistischen und kollektivistischen selbstbezogenen Wissens.
Unveröffentlichte
Diplomarbeit, Technische Universität, Berlin.
Allgemein: AutorIn, A. (Jahr). Titel. Name der Zeitschrift [Typ des Mediums], Band, Seiten. Verfügbar unter: Pfadangabe [Datum des Zugriffs].
Beispiel: Konerding, U. (1999). Empirische Begleitforschung. In P. Diepold (Hrsg.), Informatische Bildung für Lehramtsstudenten [On-line]. Verfügbar unter: http://www.educat.hu-berlin.de/mv/forschung/emp_beg.htm [28.07.2000].